Köln-Porz-Langel, 26.März.2011
Stadt Köln / Herrn
Oberbürgermeister Jürgen Roters
Historisches Rathaus
50667 Köln
Gleichlautend an: Siehe Verteiler in der Anlage
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, sehr geehrte Damen und Herren und liebe Langeler!
Das 1045-jährige Langel ist mit seinen ca. 3500 Einwohnern bis in die heutige Zeit ein Dorf geblieben. Die dörflichen Strukturen haben sich im Ortskern bis heute nicht viel verändert. D. h., die alten Dorfstraßen haben keine Gehwege und der ruhende Verkehr an beiden Seiten lässt gerade mal einen ca. 3,00 Meter breiten Streifen in der Straßenmitte frei. Diesen müssen sich der gegenläufige Autoverkehr, Radfahrer, Fußgänger und Kinder mehr oder weniger teilen, was oft zu gefährlichen Situationen – besonders im Winter - führt. Und wenn die Müllabfuhr kommt „ist Langel dicht“!
Früher gab es hinter den Häusern in der Lülsdorfer Straße im Ortskern einen „Trampelpfad“, der ohne Autos auf dem Weg zur Schule und Kitas unbehelligt benutzt werden konnte. Für das Neubaugebiet „Hinter Hoven“ wurde in diesem Bereich ein Kanal verlegt, der Weg aber nicht entsprechend wieder hergerichtet. Heute stellt sich dieser als Schotterpiste dar mit aufragenden Gullys o.ä. als Stolperfallen. Was fehlt ist eine Schwarzdecke. Auskunft der Verwaltung: Diese kommt erst drauf, wenn das letzte von geplanten 50 Einfamilienhäusern gebaut ist! – Bis jetzt wurde erst ein Haus errichtet! – Radfahrer, Fußgänger und Kinder müssen sich also evtl. über Jahre hinaus mit einem gefährlichen Gang über die Dorfstraße abfinden? Oder muss erst etwas passieren, bevor etwas unternommen wird?
Mit Unterschriftensammlungen der Katholischen Grundschule und den Kitas von Langel machen Eltern und Kinder auf die unsicheren Wege aufmerksam. Wir fordern gemeinsam mit ihnen den Schutz der Kinder auf dem Weg zu den vorgenannten Einrichtungen.
Eine gefährliche Situation besteht auch auf dem Loorweg. Ab nördlichem Ortseingang gibt es nur im erweiterten Bereich der KVB-Haltestelle „Porz-Langel Mühle“ ein kurzes Stück Gehweg. Ab Haus Nr. 9 in Richtung Dorfmitte Lülsdorfer Straße gibt es neben der Fahrbahn nur einen Grünstreifen, der in einen Ackersaum übergeht. Alle Einwohner vom Loorweg und dem Bereich An der Mühle sind deshalb gezwungen die Fahrbahn als Gehweg zu benutzen. Immer von dem unsicheren Gefühl geplagt, von einem Kraftfahrzeug auf diesem unübersichtlichen und abschüssigen Straßenabschnitt angefahren zu werden. Ein Elternteil ist darum immer gezwungen, das oder die Kinder halbwegs sicher auf dem Schulweg zu begleiten.
Am 21.03.2011 fand aus den geschilderten Gründen ein Ortstermin mit dem Amt für Straßen und Verkehrstechnik und Einwohnern statt. Nach allgemeiner Ansicht reichen hier eine Beschilderung oder evtl. Markierungen auf der Fahrbahn nicht aus. Die abschüssige Fahrbahn verleitet zu einer „flotten“ Fahrweise, die schon oft, wie bereits mehrfach geschehen, im Zaun vom Loorweg Nr. 9 endete. In diesem Bereich fließt auch der Durchgangsverkehr aus und in Richtung Niederkassel. Wir stellen hiermit den Antrag, dass in dem vorgenannten Straßenabschnitt Loorweg / Lülsdorfer Straße ein Gehweg vom Ortseingang bis zu den Containern in der Lülsdorfer Straße angelegt wird, damit dieser Bereich für Kinder und Erwachsene sicher begangen werden kann.
Für den Bereich „ehemaliger Trampelpfad“ hinter den Häusern in der Lülsdorfer Straße beantragen wir den Endausbau als Geh- und Radweg. Dieser Weg muss kurzfristig wieder als Schulweg für die Kinder und – besonders für ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger - sowie alle Einwohner zur Verfügung stehen.
Die Planungen in den Bereichen „Hinter Hoven“ und „An der Mühle“ sehen den Bau von insgesamt ca. 75 Einfamilienhäusern vor. Baufahrzeuge und zusätzlicher Individualverkehr werden also für mehrere Jahre die Dorfstraßen belasten. Die Infrastruktur und Lebensqualität im weiten Umfeld sinkt. Der „dörfliche Charakter“ von Langel, wie bereits mehrfach angesprochen, wird massiv eingeengt. Die Verwaltung wurde bereits vor vielen Jahren in Gesprächen auf diesen Umstand hingewiesen. Antwort: Es finden durch die geplanten Baumaßnahmen keine Verschlechterungen der Lebensumstände statt!?
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, wir schlagen in Absprache mit den beteiligten Ämtern und Personen einen Ortstermin vor, damit Langel auch weiterhin „als liebenswertes und kinderfreundliches Dorf“ angesehen wird.
Mit freundlichem Gruß
IG Wasser, Umwelt und Jugend
Köln – Porz – Langel e V.
Gerd Matthiae / 1. Vorsitzender
| Stadt Köln | Oberbürgermeister Jürgen Roters |
| Stadt Köln | Amt für Straßen und Verkehrstechnik |
| Planungsabteilung Brigitte Haas | |
| Stadt Köln | Amt für Straßen und Verkehrstechnik |
| Bauabteilung Dietmar Reddel | |
| Stadtentwässerungsbetriebe Köln AöR / StEB | Bauoberleitung Eckhard Wilk |
| Ingenieurbüro Fredersdorf Consulting | Bauleitung Jens Fredersdorf |
| Stadt Köln | Amt für Landschaftspflege und Grünflächen |
| Planungsabteilung Dr. Jürgen Bauer | |
| Stadt Köln | Amt für Kinder, Jugend und Familie / Amt für Kinderinteressen |
| Stadt Köln | Bürgeramt Porz |
| Bürgeramtsleiter Norbert Becker (Langeler Bürger) | |
| Stadt Köln | Stadtbezirk 7 / Porz |
| Bezirksbürgermeister Willi Stadoll (Langeler Bürger) | |
| Stadt Köln | Bezirksvertretung 7 / Porz - Fraktion CDU |
| Thomas Werner | |
| Stadt Köln | Bezirksvertretung 7 / Porz – Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen |
| Dieter Redlin (Langeler Bürger) | |
| Stadt Köln | Bezirksvertretung 7 / Porz – Fraktion FDP |
| W. G. Lemke | |
| Rat der Stadt Köln | Mitglied der CDU-Ratsfraktion |
| Anne Henk-Hollstein (Langeler Bürgerin) | |
| Polizeipräsidium Köln | Polizeiinspektion Südost |
| Polizeikommissarin Marion Lesemann (Langeler Bürgerin) | |
| Katholische Grundschule Langel | |
| Fröbel - Kindergarten Langel | Clementinchen / Hoppelhäschen |
| Städtische Kindertagesstätte | „In der Bohnenbitze“ |
| Anlieger Loorweg / An der Mühle |