Interessengemeinschaft Wasser, Umwelt und Jugend Köln-Porz-Langel

Köln-Porz-Langel, 16.August.2011

Stadt Köln / Herrn

Oberbürgermeister Jürgen Roters
Historisches Rathaus

50667 Köln

Gleichlautend an: Siehe Verteiler in der Anlage



Köln-Porz-Langel - ein Dorf fast ohne Gehwege / Schaffung von sicheren Wegen für Kinder in die Schule und den Kitas

- Unser Schreiben vom 26. März 2011



Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, sehr geehrte Damen und Herren und liebe Langeler!

In unserem obigen Schreiben hatten wir die Situation vor Ort geschildert, sodass wir uns eine Wiederholung sparen können.

Die Beantwortung unseres Schreibens vom Amt 66 vom 26.04.2011 hinterlässt vermeintliche Lücken in der Ortskenntnis. Mit einem Schreiben vom 06.06.2011 haben wir unseren Standpunkt noch einmal zum Ausdruck gebracht, zumal man aus Sicht der Verwaltung „unseren Wünschen und Vorschlägen in keinem Punkt folgen konnte“!? Das widerspricht der Fürsorgepflicht der Kommune gegenüber ihren Bürgern!

Auf unsere Initiative hin erfolgte am 05.07.2011 in der Sitzung der Bezirksvertretung Porz der „Antrag der CDU-Fraktion: Fehlende Fußwege / Bürgersteige in Köln-Porz-Langel“. Unter dem Tagesordnungspunkt 6.1.4 wurde diesem Antrag von allen in der Bezirksvertretung vertretenen Parteien zugestimmt.

Inzwischen hat sich die Situation im Abschnitt Loorweg / An der Mühle / Lülsdorfer Straße (K 22) weiter verschärft. Die Shell Deutschland Oil GmbH hat am 18.07.2011 mit den Bauarbeiten an der Connect-Pipeline begonnen. Eine Rohrleitung soll die beiden Werke Godorf und Wesseling der Rheinland Raffinerie verbinden. Der LKW-Verkehr aus und in Richtung Lülsdorf führt über die vorgenannten Straßenabschnitte. Es wird mit einer Bauzeit von ca. 19 Monaten gerechnet.

Langel leidet seit mehreren Jahren unter einem zunehmenden LKW-Verkehr. Auslöser waren die Bauarbeiten zum Hochwasserschutz, sowie die Kanal- und Straßenbauarbeiten im Gebiet „Hinter Hoven“, von dem besonders das „Nadelöhr“ Loorweg / An der Mühle / Lülsdorfer Straße betroffen waren. Und besonders in diesem Abschnitt sind teilweise keine Gehwege vorhanden!

Wenn die Verwaltung nun angibt, dass die am nördlichen Ortseingang von Langel und „vor den Toren stehenden Wohnhäuser noch nie mittels Gehwegen an das Dorf angebunden waren“, so hat sie damit recht. Langel ist in der Zwischenzeit aber gewachsen und die Zeit ist nicht stehen geblieben In nördlicher Richtung steht in ca. 30 Meter Entfernung vor dem letzten / ersten Haus das Ortsschild. Das bedeutet, dass sich die vorhandenen Wohnhäuser beiderseits der K 22 innerhalb der Ortschaft und nicht in einem „Niemandsland“ befinden!

Wenn die Verwaltung behauptet, dass die Planung von Gehwegen nicht vorgesehen ist und dazu ein entsprechender politischer Beschluss fehlt, sollte dieser nun erfolgen. Einen Auftrag dazu haben die Bezirksvertreter in der vorgenannten Sitzung vom 05.07.2011 mit ihrem einstimmig gefassten Beschluss erteilt.

Auch der ehemalige „Trampelpfad“ im Gebiet Hinter Hoven - und jetzt „Schotterpiste“ hinter den Häusern im Dorfkern der Lülsdorfer Straße, sollte mit einer Schwarzdecke fertig gestellt werden. Alle Mitbürger – und besonders die Kinder - bekämen dadurch einen sicheren Weg in die Dorfmitte, die Schule und die Kindertagesstätten.

Wir sind gerne bereit mit Ihnen vor Ort die Sachlage zu diskutieren und verbleiben bis dahin

mit freundlichem Grüßen

IG Wasser, Umwelt und Jugend
Köln – Porz – Langel e.V.
Gerd Matthiae / 1. Vorsitzender