Interessengemeinschaft Wasser, Umwelt und Jugend Köln-Porz-Langel

"Nachtwanderung“ am Langeler Lido mit der WDR-Lokalzeit – fehlende Straßen­beleuchtung in der Frongasse

von Gerd Matthiae

Die früh einsetzende Dunkelheit im Herbst macht es den Fußgängern nicht gerade leicht, den Weg in Richtung Strandbad, Fußballplatz und zur Familien-Zeltgemein- schaft zu begehen. Autofahrer haben es da schon etwas einfacher, zumal sie auch trockenen Fußes ihr Ziel erreichen können. – Kritische Stimmen hatte Heiner Ross gesammelt und eine Verbindung zu Anke Bruns von der WDR-Lokalzeit hergestellt. Ein Ortstermin zu unterschiedlichen Zeiten fand am 18. November 2011 im Strandbad statt. Anwesend waren Bezirksbürgermeister Willi Stadoll, Ratsfrau Anne Henk-Hollstein, Vertreter der örtlichen Vereine, Langeler Bürger und die beiden Pächter vom Strandbad. Diskutiert wurde mit und ohne Kamerabegleitung, wie eine Verbesserung hinsichtlich einer Ausleuchtung des Weges umzusetzen wäre. Anke Bruns hatte sich vorab bei der Verwaltung kundig gemacht. Sie hatte wenig Positives zu berichten. So befindet sich die Straße „Frongasse“ in einem Land­schafts­schutz­gebiet, das wegen der Tier- und Pflanzenwelt möglichst unangetastet – sprich als so genanntes Biotop – bleiben sollte. – Diese Argumente waren nicht neu, wurden sie doch bereits nach dem Eigentümerwechsel im Jahre 1996 von den unterschiedlichen Ämtern angeführt: Änderung des Landschaftsplans L 20, Flora-Fauna-Habitat-Vorschriften, Fischruhezone im Rhein, Störung der Zugvögel bei nächtlichen Ruhephasen und permanenter Lärmpegel durch Autoverkehr und Musikbeschallung. Man ging damals sogar soweit, dass ein Abriss des Gebäudes wegen der Lage in einem Überflutungsgelände, ins Auge gefasst wurde. - Während die Pachtzahlung für das Grundstück weiterlief, wurde die Genehmigung für eine Wiederinbetriebnahme der Gaststätte immer wieder verzögert.

Im Jahre 2003 wurde die Interessengemeinschaft wegen ihrer Kontakte zu der Verwaltung von dem Eigentümer um Unterstützung gebeten. Mit einer Sammlung von 1098 Unterschriften, einem umfangreichen Schriftwechsel, persönlichen Gesprächen bei der Bezirksregierung Köln, dem Rat, verschiedenen Ämtern und die Hinzuziehung der Presse, wurde die Wende geschafft. Mit einem Schreiben vom 27.03. 2006 erteilte die Bezirksregierung Köln ihre Zustimmung zu einer „Änderung der textlichen Festsetzung für das Landschaftsschutzgebiet L 20“. Damit konnte ein 10-jähriger Stillstand beendet werden und die Suche nach einem Pächter beginnen.

Dass man eine Gaststätte auch ohne Störungen des Umfeldes betreiben kann, haben ab 1. März 2008 Thomas Kern und Andreas Nothhelfer unter Beweis gestellt. Was fehlt – und das nicht nur für die Gäste – ist ein bei Dunkelheit beleuchteter Weg.

Dazu fand noch einmal am selben Tag mit der WDR-Lokalzeit und Langeler Bürgern eine „Nachtwanderung“ statt. Bei dem Licht von Taschenlampen wurde der Weg begangen, der sich besonders für ältere Menschen als beschwerlich herausstellte. Hier müsste eigentlich Abhilfe geschaffen werden und wieder einmal ist die Verwaltung am Zuge.

Leider kamen in der Sendung der WDR-Lokalzeit am 21.11.2011 nicht alle Umstände zur Sprache, warum z.B. die Frongasse im Bereich des „Langeler Lido“ so ein trauriges Bild abliefert. Man wünscht sich deshalb, dass in naher Zukunft hier zum Allgemeinwohl eine positive Änderung eintritt.